Craftquelle Bonn

Pressemeldung zur Eröffnung der Craftquelle Bonn

Rund 150 Craftbiere im Sortiment

Craftquelle Bonn eröffnet am 21. Juli, 15:00 Uhr, in der Bonner Altstadt

Bonn, 21. Juli 2018. Andere Großstädte haben schon längst einen – aber in der Bonner Innenstadt hat er noch gefehlt: Ein spezialisierter Shop mit ausschließlich ausgesuchten Kreativbieren aus aller Welt. Ab dem 21. Juli ist es soweit, dann öffnet die „Craftquelle Bonn“ ihre Tür. Rund 150 handwerklich gebraute Biersorten wird es dort zum Kauf geben. Im hinteren Teil des Ladenlokals gibt es außerdem ausreichend Platz für Bierverkostungen – sogenannte Tastings. „Wir werden regelmäßig Tastings mit ausgewiesenen Biersommeliers zu ausgefallenen Bieren anbieten“, sagt Christoph Steinhauer, der Inhaber des Ladens. Im September diesen Jahres wird er auch selbst die Ausbildung zum Biersommelier in Österreich absolvieren, um so seine zukünftigen Kunden noch besser beraten und in die Geschmacksvielfalt der Kreativbiere einführen zu können.

Die Lage passt: Mitten in Bonns quirliger Altstadt, in der Breitestraße 74, liegt das kleine Ladenlokal direkt neben einem Buchladen und gegenüber einer Kneipe. Mit der Craftquelle Bonn hat Steinhauer nun seinen lang gehegten Traum von einem eigenen Ladengeschäft für besondere Biere realisiert. „Als der kleine Laden in der Altstadt zu vermieten war, habe ich zugegriffen. Es geht mir dabei nicht nur um den Verkauf von Bierflaschen. Ich möchte diesen Laden zu einem Raum machen, in dem Bier zelebriert wird und diesem Kulturgetränk wieder der Platz eingeräumt wird, den es meiner Meinung nach verdient.“ Deshalb gibt es im Laden kein Bier im Kasten. Die Kunden kaufen einzelne Flaschen, die im Vierer- oder Sechser-Pack je nach Geschmack zusammengestellt werden.

Steinhauer, im Hauptberuf Journalist und PR-Berater, entdeckte auf Reisen an die Westküste der USA die dortige Vielfalt jenseits des Bier-Mainstreams. Seitdem hat er jede Menge Craftbeer-Festivals in ganz Europa besucht und dort tolle geschmackliche Erfahrungen gemacht. „In Deutschland hatten wir früher viele kleine Brauereien, die ihr Produkt mit Liebe erzeugt haben. Diese sind in den 70er und 80er fast alle verschwunden, weil die großen Brauereien mit ihren Billigprodukten den Markt überschwemmten. In den USA war es noch schlimmer, da gab es schon früher nur große Marken, deren Bier völlig seelenlos produziert wurde. Deshalb war dort die Gegenbewegung auch viel stärker. Die Leute haben einfach angefangen, ihr Bier selber zu brauen und dann auch selbst zu vermarkten. Daraus ist ein riesiger globaler Trend geworden.“

Auch wenn wir beim Craftbeer in Deutschland etwa zehn Jahre zurück liegen, der Trend ist auch bei uns zu spüren. In Großstädten wie Berlin und Hamburg wachsen derzeit die Craftbeerbars und -Geschäfte aus dem Boden. Immer mehr Bierfreunde entdecken, wie gut aromatische India Pale Ales, dunkle Porter-Biere oder auch belgische Champagner-Biere schmecken. Eine Mikrobrauerei, die im Vergleich zu den Großen nur kleine Mengen produziert, muss natürlich ganz anders kalkulieren. Deshalb sind Craftbiere auch deutlich teurer als Bier aus dem Supermarkt. „Ich empfehle, gutes Bier genauso zu zelebrieren wie eine gute Flasche Wein. Die wird ja auch nicht in einem Zug weggeschluckt, sondern ganz bewusst – etwa zu einem guten Essen – genossen.“ Diese Kultur gibt es laut Steinhauer beim Bier auch, man müsse sich nur darauf einlassen. Beim Bier sei die Vielfalt der Aromen sogar deutlich größer als beim Wein. Deshalb wäre Bier als Begleitung zum Essen (Foodpairing) eigentlich viel spannender“, so der künftige Ladenbesitzer.

„Ein gutes Bier entsteht durch handwerkliches Können und Leidenschaft zum Produkt“, meint Steinhauer. Im Westerwald etwa, in Franken oder Belgien gäbe es immer noch kleine Familienunternehmen, die schon seit Jahrhunderten tolles Bier brauen. „Auch das ist für mich Craftbeer. Ich hoffe, dass sich auch bei uns in der Region in der Hinsicht in Zukunft wieder mehr tut. Es gibt so viele Bierstile und Aromen zu entdecken. Deshalb werde ich das Sortiment ständig ergänzen und immer neue Biere mit unseren Kunden verkosten“, fasst Steinhauer, der auch Mitglied im Verein der Bonner Heim- und Hobbybrauer ist, sein Konzept zusammen.