Poetry-Slam Tasting mit Julius Esser

Julius Esser beim Auftritt am 7. Dezember in der Craftquelle Bonn

Julius Esser gehört zu den erfolgreichsten Poetry-Slammer in Deutschland. Als einer der wenigen aus der Szene kann er mittlerweile von seinem Hobby leben. Zwar weniger von seinen zahlreichen Auftritten als vom Schreiben, aber das war durchaus geplant. Denn Schreiben ist seine Passion. Er hat bereits ein Buch veröffentlicht und verdient sein Geld vor allem mit dem Texten für diverse Auftraggeber.

 

Die drei Regeln beim Poetry-Slam

Julius Esser gehört zu den erfolgreichsten Poetry-Slammer in Deutschland

Eine der drei Regeln beim Poetry-Slam besagt denn auch, dass alle Texte vom Slammer selbst geschrieben sein müssen. Es ist also nicht erlaubt, fremde Texte vorzutragen. Außerdem ist es verboten, beim Auftritt zu singen – erklärte uns Julius bei seinem Auftritt am 7. Dezember 2019 in der Craftquelle Bonn. Höchstens als Zitat und das auch nur für wenige Sekunden.

Die letzte Regel ist die Zeitbegrenzung. Wer nicht in der vorgegebenen Zeit zum Ende kommt, wird vom Moderator unterbrochen. Nur so ist Chancengleichheit gegeben, denn Poetry-Slammer treten live und vor Publikum gegeneinander auf. Das Publikum entscheidet am Ende welcher Auftritt ihm am besten gefallen hat.

 

Der Reim macht den Unterschied

Auf Reim und Rhythmus kommt es beim Slammen an

Einen Wettbewerb gab es in der Craftquelle nicht. Julius ist solo aufgetreten. “Das ist fast noch schöner als auf einer großen Bühne”, sagte Julius. Denn so hat er natürlich viel mehr Zeit, um seine Texte dem Publikum vorzutragen. Das Besondere bei Julius ist, dass er es hervorragend versteht, zu reimen und den richtigen Sprechrhythmus zu finden. Neben sehr lustigen Texten wie zu seinem “Inneren Udo” gab es auch sehr poetische und nachdenkliche Texte wie zum Beispiel über den verstorbenen “Alle-Man-Malen-Mann”, den jeder kennt, der in den letzten Jahren in Bonner Kneipen unterwegs war.

 

Julius Esser (links) mit Biersommelier und Craftquelle-Betreiber Christoph Steinhauer

Craftbier und Kunst

Das Publikum hatte viel Spaß, denn schließlich gab es nach jedem Kurzauftritt ja auch noch ein leckeres Craftbier, dass von Biersommelier und Craftquellen-Betreiber Christoph Steinhauer präsentiert wurde. Und so hat der Abend hat ein weiteres Mal gezeigt, dass die Kombination Craftbier und Kunst perfekt zusammenpasst.

Literarische Tastings in der Craftquelle

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