In vielen Ländern gibt es die Tradition im Winter stärkere Biere zu brauen. Diese Biere werden oft mit Gewürzen wie Zimt oder Vanille verfeinert. Der der höhere Alkoholanteil wärmt dabei quasi von innen. Deshalb passen sie auch gut zu Plätzchen oder Schokoladenleckereien.

Wir verkosten ca. acht solcher Biere aus verschiedenen Ländern und werden auch das eine oder andere davon stacheln. Das Bier-Stacheln ist ein jahrhundertealter Brauch, der ursprünglich aus den Schmieden stammt und heute als echtes Highlight bei Tastings und Winter-Events neu entdeckt wird.
Was genau passiert beim Stacheln?
Beim Bier-Stacheln wird ein spezieller Metallstab (der Bierstachel) mit einer Flamme oder in der Glut erhitzt, bis er rot glüht. Dieser glühende Stab wird dann für wenige Sekunden kurz in ein kühles, meist dunkles Bier getaucht.

Die Magie der Karamelisierung
Dabei passiert etwas Erstaunliches: Der im Bier enthaltene Restzucker karamellisiert schlagartig.
- Der Schaum: Er wird feinporiger, fester und leicht angewärmt.
- Der Geschmack: Das Bier verliert etwas Kohlensäure und wirkt dadurch weicher. Gleichzeitig treten durch die Hitze intensive Karamell- und Röstnoten in den Vordergrund.
- Der Kontrast: Das Besondere ist das Mundgefühl – man trinkt das kühle Bier durch den warmen, cremigen Schaum.
Welche Biere eignen sich am besten?
Nicht jedes Bier ist zum Stacheln geeignet. Ein herbes Pils würde durch die Hitze nur seine Bitterkeit betonen. Ideal sind malzbetonte Starkbiere, bei denen der Zuckergehalt höher ist:
- Doppelbock (der Klassiker)
- Stouts und Porter
- Dunkle Weizenböcke
