Schon zweimal hatte ich mir vorgenommen, zur Budapest Beer Week zu fahren. Immer kam etwas dazwischen. In diesem Jahr hat es endlich funktioniert – und der Besuch hat sich gelohnt. Nach längerer Zeit wieder ein großes internationales Craftbier-Festival zu erleben, fühlte sich fast wie eine kleine Rückkehr in eine vertraute Welt an: viele neugierige Bierfans, Brauerinnen und Brauer im direkten Gespräch, ungewöhnliche Biere im Glas und diese besondere Mischung aus Entdeckerfreude und entspannter Sommerstimmung.

Knapp 50 Brauereien waren bei der Budapest Beer Week vertreten. Die Tasting Sessions fanden von Freitag bis Sonntag statt. Mit dem Tagesticket konnte man mehr als 200 verschiedene Biere probieren. Natürlich ist es vollkommen unrealistisch, auch nur annähernd alles zu schaffen. Genau darin liegt aber der Reiz solcher Festivals: Man kann spontan entscheiden, worauf man gerade Lust hat. Ein hopfiges IPA nach einem fruchtigen Sauerbier? Ein kräftiges Stout als Kontrast zu einem leichten Lager? Oder lieber gezielt nach Brauereien suchen, die man bislang nur vom Hörensagen kannte?
Besonders angenehm war die entspannte Atmosphäre. Das Wetter spielte mit, und das Festival fühlte sich zeitweise eher wie ein großes sommerliches Treffen der internationalen Craftbier-Szene an als wie eine nüchterne Verkostung. Besucher, Brauer und Standteams waren offen für Gespräche. Gerade bei kleineren Brauereien ergaben sich schnell Begegnungen, die man bei einer Flasche aus dem Regal oder beim schnellen Ausschank in einer Bar kaum erleben würde.

Neben den Bierständen sorgten Foodtrucks für die passende Grundlage. Dazu gab es Live-Musik, die das Gelände am Nachmittag und Abend in eine lockere Festivalstimmung versetzte. Wenn die offiziellen Tasting Sessions endeten, war der Tag noch lange nicht vorbei: Bei der Aftershow mit weiteren Live-Acts wurde diskutiert, getrunken, gelacht und natürlich weiter über Bier gesprochen.
Für mich war die Budapest Beer Week weit mehr als eine Gelegenheit, viele neue Biere zu probieren. Sie zeigte, wie lebendig, international und zugänglich die Craftbier-Szene sein kann, wenn Brauereien und Publikum unmittelbar zusammenkommen. Ich habe fantastische Biere getrunken, spannende neue Eindrücke gesammelt und viele nette Menschen kennengelernt. Budapest ist damit für mich nicht nur eine reizvolle Städtereise, sondern auch eine Adresse, die Craftbeer-Fans im Blick behalten sollten.
Hier gehts zur Budapest Beer Week 2027






